Am vergangenen Sonntag empfing der TuS Reinsfeld den Hermeskeiler SV zum Lokalduell auf dem heimischen Rasenplatz. Da die beiden Mannschaften nur ein Punkt in der Tabelle trennte war, nicht nur aufgrund der Derbykultur, eine enorme Brisanz gegeben.

TuS-Übungsleiter Ede Michels ließ sein Team taktisch ähnlich zum letzten Heimspiel gegen den SV Bekond agieren. Über eine 4-3-3-Formation wollte man in der Mittelfeldzentrale eine Überzahl schaffen und mit den drei Offensiven ein schnelles Umschaltspiel in die Spitze forcieren. Krankheitsbedingt verzichten musste man dabei auf Benjamin Schirra, Maximilian Becker und Yannick Meerkamp. Des Weiteren war Christoph Schirra, nach seinem Platzverweis aus dem Spiel gegen die SG Osburg II, zum Zuschauen verdonnert.

Eines vorweg genommen, die Partie sollte, besonders vor den beiden Toren, halten was sie versprach und den ca. 200 Zuschauern ein absolutes Fußballspektakel bieten.

So kam es gleich nach wenigen Minuten zu ersten Gelegenheiten. Auf Reinsfelder Seite konnte ein Versuch von Christopher Mai im letzten Moment von einem Verteidiger geblockt werden, ehe die Druckphase der Gastmannschaft begann. Innerhalb von wenigen Minuten scheiterten diese gleich drei Mal aus aussichtsreichen Einschusspositionen am Pfosten.

Nachdem der Heimelf in diesen Situationen Fortuna in großem Maße hold war, startete man wieder eigene Offensivbemühungen und kam durch Moritz Michels, nach schönem Zuspiel von Dominik Schirra, zu einer weiteren Chance.

Quasi im Gegenzug der erste Treffer für den Hermeskeiler SV. Nach einem Foul von Felix Michels an Mathias Biwer zeigte der Unparteiische auf den Punkt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Julian Biwer zum 0:1 (28.).

Unbeeindruckt von diesem Rückschlag kam Reinsfeld postwendend zurück in die Partie. Nach einem Steilpass von Felix Michels behielt Nils Hemmes die Übersicht und legte quer auf Moritz Michels. Dieser fackelte aus kurzer Distanz nicht lange und markierte das 1:1 (32.).

Noch vor der Pause gelang den Hausherren gar die Führung. Nach einer Flanke von Christopher Mai herrschte im Strafraum von Hermeskeil große Verwirrung. Diese nutzte Außenverteidiger Sascha Weber und vollstreckte zum 2:1 (43.).

Aus der Halbzeitpause kam der TuS Reinsfeld mit einem absoluten Powerplay. Nach nur wenigen Augenblicken scheiterte Moritz Michels bereits mit der ersten Chance am Torwart. Die nächste ließ man jedoch nicht ungenutzt. Nach einem Dribbling über die linke Seite fand Christopher Mai Goalgetter Nils Hemmes, der bei seinem ersten Versuch noch geblockt werden konnte, den zweiten jedoch zum 3:1 ins Tor spitzelte (47.).

Ruhe kam damit jedoch zu keinem Zeitpunkt in die kämpferische, jedoch nie unfaire Partie.

Zuerst scheiterte der Gast erneut am Aluminium, ehe wenig später Angreifer Mathias Biwer zum 3:2-Anschlusstreffer zur Stelle war (54.).

Ein wenig konsterniert von diesem Rückschlag, war man auch in der unmittelbaren Folge nicht in dem Maße handlungsschnell, wie die Hermeskeiler Elf von Trainer Karl-Josef Weiß. So ging es Schlag auf Schlag und wiederum Mathias Biwer traf zum 3:3 (61.).

In dieser Phase war Reinsfeld jedoch der absolute Wille und die nötige Kampfbereitschaft anzumerken, um sich davon nicht unterkriegen zu lassen.

Nach einem Foul an Philipp Nalbach bekam der TuS seinerseits per Strafstoß die Möglichkeit auf eine erneute Führung. Den platzierten Versuch von Nils Hemmes konnte Oliver Lauer jedoch mit einem schönen Reflex parieren (63.). Da der Ball jedoch mit voller Wucht im Gesicht des Keepers landete, zog diese Sequenz eine kurze Behandlungspause nach sich.

Nach dieser Unterbrechung setzten beide Mannschaften zu einer Schlussphase mit offenem Visier an.

In dieser scheiterte zuerst Hemmes, nach einem schönen Sololauf, ehe der Heimelf die erneute Führung gelang. Nach einem über Thomas Eibel und Dominik Schirra vorgetragenen Angriff spielte Christopher Mai den freistehenden Moritz Michels auf Höhe des Sechzehners an. Dieser guckte den Torwart aus, krönte seine starke Leistung und besorgte das 4:3 (70.).

Aber auch diese sollte nicht lange Stand halten. Nach einem Distanzversuch konnte Oliver Sänger den strammen Versuch nicht festhalten und ließ ihn vor die Füße von Johannes Barth abtropfen. Der nun als Stürmer agierende Innenverteidiger drückte den Ball zum 4:4-Endstand über die Linie (83.).

Sowohl Reinsfeld (Christopher Mai), als auch Hermeskeil (Mathias Biwer) hatten in den letzten Minuten noch gute Gelegenheiten, konnten aber keinen weiteren Treffer mehr zu diesem stattlichen Endergebnis hinzufügen.

Unrühmlicher Schlusspunkt war dann die Ampelkarte gegen Philipp Nalbach. Der Linksverteidiger des TuS erhielt für ein Foul die gelbe Karte und ließ sich in der Folge auf ein verbales Scharmützel ein, welches zum Platzverweis führte (90.).

Nach dem Abpfiff war man sich auf beiden Seiten einig, dass man mit der Punkteteilung zufrieden sein kann und muss, da dieses intensive Derby keinen Verlierer verdient gehabt hätte. TuS-Trainer Ede Michels sprach von einem „geilen Spiel“, vor allem für die vielen Zuschauer.

Aufstellung Reinsfeld:
1 Oliver Sänger – 2 Sascha Weber, 13 Felix Michels, 8 Andreas Eiden, 16 Philipp Nalbach – 9 Dominik Schirra, 12 Christopher Mai, 5 Tobias Kolling – 14 Moritz Michels (85. 11 Tim Schäfer), 10 Nils Hemmes, 7 Thomas Eibel

Tore:
0:1 Julian Biwer (28., Foulelfmeter), 1:1 Moritz Michels (32.), 2:1 Sascha Weber (43.), 3:1 Nils Hemmes (47.), 3:2 Mathias Biwer (54.), 3:3 Mathias Biwer (61.), 4:3 Moritz Michels (70.), 4:4 Johannes Barth (83.)

Besondere Vorkommnisse:
Nils Hemmes (TuS Reinsfeld) scheitert mit einem Foulelfmeter an Oliver Lauer (63.)
Philipp Nalbach (TuS Reinsfeld) wird mit einer Gelb-Roten Karte des Feldes verwiesen (90.).

Nächstes Spiel:
TuS Reinsfeld – FC Züsch/Neuhütten/Damflos (Sonntag, den 12.11., um 14:30 Uhr auf dem Sportplatz in Reinsfeld)

Bild:

Volker König (Rund um Hermeskeil)

4:4! TuS und HSV liefern sich packendes Derby
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